Schildruese
Matthias Girke Hans-Peter Lemmens
Leitender Arzt:
Dr. med. Matthias Girke, Internist/Diabetologe DDG
Priv.-Doz. Dr. med. Hans-Peter Lemmens, Chirurg

Schilddrüsenerkrankungen sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Dabei verbinden sich mit den Schilddrüsenerkrankungen unterschiedliche Krankheitssymptome und Beschwerden. Manchmal ist es nur der „zufällig“ entdeckte Knoten, der einer diagnostischen Abklärung und Therapie bedarf.

Ihnen steht eine andere Erkrankungsgruppe gegenüber, die mit „schilddrüsentypischen“ Symptomen verbunden ist: Unruhe, Nervosität, Erschöpfung und körperlich erlebte Symptome einer zum Beispiel schnellen Herztätigkeit, der vermehrten Neigung zum Schwitzen, Gewichtsveränderung oder auch Haarausfall.

Die Diagnostik

Zur Diagnostik von Schilddrüsenerkrankungen gehören die internistische Untersuchung, die hochauflösende Sonographie (Ultraschalldiagnostik mit Farbduplex), die bei gegebener Indikation einzusetzende Schilddrüsenszintigraphie als nuklearmedizinisches Verfahren und die Laborparameter. Schließlich bedarf manche Schilddrüsenerkrankung der feingeweblichen Untersuchung durch die Punktionszytologie.

OperationInternistische und chirurgische Therapie

Oftmals muss eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse durch entsprechende Arzneimittel ausgeglichen werden. Im anderen Fall können eine Schilddrüsenvergrößerung mit Schluckbeschwerden oder ein unklarer Schilddrüsenknoten Anlass zur operativen Therapie werden. Dabei wird das Ausmaß der Operation nach dem jeweils individuellen Befund geplant und Vorgehen, Verlauf und postoperative Betreuung ausführlich im Gespräch geklärt. Um die Operation auch hinsichtlich der Stimmbandnerven so sicher wie möglich zu gestalten, hat sich das intraoperative „Neuromonitoring“ des Nerven durchgesetzt. Dieses Verfahren wird in unserem Hause regelmäßig angewandt.

Jede Erkrankung hat eine „funktionelle“ Ebene. Damit wird auf den Krankheitsprozess hingewiesen. Die Medizin muss neben der Frage: „Was lässt uns erkranken?“ auch die andere: „Was lässt uns gesunden?“
stellen. Arzneimittel aus der Anthroposophischen Medizin, die aus den Naturreichen als überwiegend potenzierte Heilmittel gewonnen werden, fokussieren dieses therapeutische Ziel.

Schilddrüsenerkrankungen zeigen eine besondere Beziehung zur Seele des Menschen. Dabei handelt es sich nicht nur um die vielfältigen seelischen Beschwerden, sondern auch um manche biographische Krise und Belastung. Aus diesem Grunde muss eine umfassende Therapie von Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen oftmals mehr umfassen als die Arzneimitteltherapie. Hier können die verschiedenen Therapie-Verfahren und die Gesprächstherapie der Anthroposophischen Medizin zum Einsatz kommen.

Schilddrüsenzentrum Havelhöhe

Seit vielen Jahren hat sich im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe ein diagnostisches und therapeutisches Angebot für Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen entwickelt. Es reicht von der kompletten Diagnostik zu den verschiedenen therapeutischen Verfahren. Neben der medikamentösen Therapie und dem Einsatz der Arzneimittel der Anthroposophischen Medizin sind sämtliche Verfahren der chirurgischen Behandlung etabliert. Darüber hinaus werden die weiteren Therapieverfahren der Anthroposophischen Medizin (Heileurythmie, künstlerische Therapien) und die Gesprächstherapie angeboten.

Durch die enge Zusammenarbeit von Ärzten und Therapeuten können diagnostische und therapeutische Vorgehensweisen schnell und unkompliziert abgestimmt werden.

Auskünfte und Anmeldungen für die ambulante und die stationäre Therapie können über die Sekretariate des Schilddrüsenzentrums erfolgen.

Heileurythmie

HeileurythmieSchilddrüsenerkrankungen bringen den Organismus aus dem Gleichgewicht. Aufgrund unseres ganzheitlichen Ansatzes ergibt sich die Möglichkeit, selbst aktiv an der Gesundung mitzuwirken. Einen wesentlichen Anteil hat dabei die Heileurythmie, bei der durch wiederholendes Bewegen bestimmter Übreihen der Organismus von seinen einseitigen Tendenzen befreit und in einen harmonischen Zusammenhang zurückgeführt wird. Neben dem psychisch-vitalen Bereich werden auch die geistig-seelischen Anteile gestärkt, so dass der Mensch auf allen Ebenen wieder die innere Führung übernehmen kann. Wir bieten Ihnen eine kostenlose Informationsstunde, in der Sie Näheres erfahren und Ihr individueller Übungsweg vorbereitet wird.

Psychotherapie und Beratung

Menschen, die an einer Schilddrüsenerkrankung leiden, kennen häufig das Gefühl, wechselvollen seelischen Stimmungen ausgeliefert zu sein. Oft leiden sie daran, ihr Leben dadurch nicht selbstbestimmt führen zu können. Um einen heilsamen Prozess einzuleiten, kann es notwendig sein, die Biographie im Hinblick auf bestehende Belastungen oder kritische Lebensereignisse anzuschauen. Dieser Blick auf den Lebenslauf soll dazu beitragen, Erfahrungen und Erlebnisse in einen neuen Bedeutungshorizont zu stellen und evtl. notwendige innere Veränderungsschritte zu erkennen, um zu einem inneren Frieden zu gelangen.

Leitende Ärzt:
Dr. med. Matthias Girke
Priv.-Dozent Dr. med. Hans-Peter Lemmens

Weitere beteiligte Ärzte und Therapeuten:
Dr. Lisa Arndt, Internistin
Dr. Jan Feldmann, Internist
Dorothea Friemel, Psychotherapeutin
PD Dr. med. Christian Heckmann, Endokrinologe (kooperierendes Labor)
Dr. med. Bettina Piche (Oberärztin der Chirurgischen Abteilung am GKH)
Prof. Dr. med. Heinz Pickartz (kooperierender Pathologe)

 

Kontakt

Schilddrüsenzentrum Havelhöhe
am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

Kladower Damm 221
14089 Berlin

Leitung:

Dr. med. Matthias Girke,
(Leitender Arzt der Allgemein-Internistischen Abteilung am GKH)

Priv.-Dozent Dr. med. Hans-Peter Lemmens
(Leitender Arzt der Chirurgischen Abteilung am GKH)

Anmeldung zur internistischen Ambulanzsprechstunde:
Haus 23, Untergeschoss
Tel.: 030/306 98 90

Anmeldung zur stationären Aufnahme:
Frau Matuszewski, Frau Mähler
Tel. 030/36501-327

Anmeldung zur chirurgischen Ambulanzsprechstunde: Frau Falkenberg, Frau Schiemann
Haus 14, Obergeschoss
Tel.: 030/365 01-296